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Rinus Silzle

Vlogging.Ego

Rinus Silzle

Wer im Internet sichtbar sein will, muss die Regeln des digitalen Spiels beherrschen: Algorithmen verstehen, Trends folgen und die Erwartungen der Community erfüllen. Tessa lernt schnell, wie dieses System funktioniert – und welchen Preis Aufmerksamkeit haben kann. Mit jedem Video wächst ihre Reichweite. Aus ihren Interessen an Lifestyle, Musik, Nachhaltigkeit und Internetphänomenen entsteht ein erfolgreicher Kanal. Doch mit dem Erfolg wächst der Druck, immer neuen Content zu liefern. Tessa übernimmt fremde Ideen, recherchiert nachlässig und verrät ihre eigenen Überzeugungen. Was als Selbstverwirklichung beginnt, wird zum Strudel aus Selbstoptimierung und öffentlicher Bewertung. Aus Tessa wird eine Figur, die gleichermaßen gefeiert und angefeindet wird.

Als sie versucht, die Kontrolle zurückzugewinnen, zeigt sich die Eigendynamik des Netzes: Kommentare, Shitstorms und KI-generierte Inhalte wie Deepfakes verselbstständigen sich und entziehen sich ihrem Einfluss.

Vlogging.Ego erzählt vom Aufstieg und Fall einer jungen Creatorin und beleuchtet die Mechanismen sozialer Medien. Das Stück fragt nach Identität, Persönlichkeitsrechten und Medienkompetenz: Wie verändert digitale Sichtbarkeit unser Selbstbild? Was geschieht, wenn das eigene Leben zum Content wird? Und wie prägen digitale Räume die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen – als Creator*innen wie auch als Konsument*innen?


Dauer / Duration: 60 – 70 Min
Sprache / Language: Deutsch / German

Kurzbiografien

Rinus Silzle arbeitete unter anderem als Regieassistent für Film- und Theaterprojekte an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, bevor er an der Universität der Künste in Berlin Szenisches Schreiben studierte. Seine Stücke waren zu Festivals eingeladen, wie den Essener Autorentagen „Stück auf!“, den Theatertagen Rheinland-Pfalz und dem Heidelberger Stückemarkt, bei welchem seine Komödie Legal Highs mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Für das Stück Die Suche nach Saga erhielt er den Förderpreis des Berliner Kindertheaterpreises, ausgerichtet vom Grips Theater, woraufhin er im Anschluss für das Haus das Auftragswerk Stecker ziehen! schrieb, das 2021 dort zur Uraufführung kam. Mit Space Explorers war er 2023 für den Retzhofer Dramapreis nominiert. Sein Libretto Just Listen! für die Schauburg und die Bayerische Staatsoper München feierte 2025 Premiere. Rinus Silzle lebt und arbeitet in München, wo er als Teil des Leitungsteams der Münchner Theatertexter*innen Werkstätten, Workshops und Produktionen in der freien Szene organisiert.


Sarah El-Issa schloss ihr Schauspielstudium 2019 in Berlin ab. Direkt im Anschluss startete sie in ihr erstes Engagement am Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin. Dort spielte sie unter der Regie von Thomas Fiedler in Die fürchterlichen Fünf sowie in Als die Mauer fiel von Romy Weyrauch. Anschließend war sie am Berliner GRIPS Theater engagiert. Dort wirkte sie unter anderem in der Neuinszenierung des Musicals Linie 1 unter der Regie von Tim Egloff sowie in der Uraufführung von Princess mit, – einem Theaterstück nach dem preisgekrönten Kurzfilm des Regisseurs und Drehbuchautors Karsten Dahlem. Seitdem arbeitet sie freischaffend. Es folgten unter anderem die Produktion Zuckerland am Theater Strahl sowie die Performance Romeo und Julia – ein Fest der Begegnungen mit dem Theaterkollektiv FrauEmmaGelb in Braunschweig. Neben ihrer Theaterarbeit wirkte sie unter anderem in verschiedenen Kurzfilmen sowie Hörspielen mit und war in TV-Produktionen wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten und Der gute Bulle zu sehen.

Gefördert durch das Kulturreferat München. Mit freundlicher Unterstützung von HochX Theater und Live Art, Pepper Theater, Tanztendenz, Theaterhaus Berlin.