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Futur.X

K/PPEN

Victoria Jungblut

Die Gesellschaft steht auf der Kippe. Haben wir das Klima unwiederbringlich aus dem Gleichgewicht gebracht? Wie viele Schritte können wir gehen, bis aus Bewegung Selbstoptimierung wird? Wie laut müssen Stimmen sein, bis sie eine Revolution entfachen? Kippmomente werden gefürchtet, aber auch herbeigesehnt, birgt der Zusammenbruch doch das Versprechen eines Neuanfangs. Was können, wollen, müssen wir aushalten, was aufhalten? Was ist das Faszinierende an der Schwebe? An welchem Punkt gibt es kein Zurück mehr? Fünf Darsteller*innen wagen einen körperlichen, sprachlichen und musikalischen Balanceakt.

Futur.X ist ein Theaterkollektiv, das 2020 in München gegründet wurde. Mit unterschiedlichen künstlerischen Schwerpunkten teilen die Mitglieder die Verantwortung und arbeiten projektspezifisch in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Coworking, transparente Kommunikation und Gleichberechtigung sind die Philosophie des Theaterkollektivs. Die Variable X steht dabei nicht nur für die Offenheit der konzeptionellen Entwicklung, sondern auch für die Zusammensetzung der Mitglieder. Dabei ist X nicht als zu füllende Leerstelle sondern viel mehr als eine beständige Unbekannte zu verstehen, die die Arbeit beeinflusst und vorantreibt.

Mehr Infos unter futurpunktx.com

Kurzbiografien

Paulina Platzer, geboren 1996, lebt und arbeitet als Regisseurin, Dramaturgin und Produktionsleitung in München. Nach dem Bachelorstudium der Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität studierte sie Dramaturgie im Master an der Theaterakademie August Everding. Sie ist Preisträgerin des Klaus-Zehelein-Preises 2021. Im Juli 2019 feierte Paulina Platzer mit LOsT – Eine Spiegelung in fünf Bildern ihr Regiedebüt auf der Studiobühne in München. 2020 gewann sie zusammen mit Futur.X mit ihrer Inszenierung Träume den Publikumspreis des WortSchaufestivals. Sie assistierte Cornelie Müller, Gert Neuner, Robert Spitz, Waltraud Lehner und Doris Heinrichsen und arbeitete 2019 als Kollaborateurin der Regie mit Emre Akal. 2021 war sie als Produktionsleitung für Kultur im Block tätig und inszenierte zusammen mit Waltraud Lehner Mozarts Zauberflöte in der Reaktorhalle in München. 2022 inszenierte sie die Uraufführung spuren im Rahmen der Münchener Biennale.

Stefan Ammer, geboren 1998, beendete im Sommer 2020 sein Theaterwissenschaftsstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seit seinem Studium ist er auf der Studiobühne in München an verschiedenen Projekten als Darsteller oder Regisseur beteiligt. Als Schauspieler wirkte er unter anderem bei LOsT – Eine Spiegelung in fünf Bildern (Regie: Paulina Platzer) mit und war in der Inszenierung Väter und Söhne – Mütter und Töchter auf der Bühne zu sehen, die im Rahmen des „Turgenev Fest“ den ersten Preis gewann und im Nationaltheater des russischen Dramas Lesja-Ukrajinka in Kyiv zur Wiederaufnahme kam. Sein Regiedebüt feierte er im Januar 2020 mit dem Stück Eine Schachnovelle. Seit 2020 ist er Mitglied des Theaterkollektivs Futur.X, das mit der Inszenierung der Träume nach Günter Eich den Publikumspreis beim fünften WortSchau Festival in München gewann. Außerhalb des Theaters ist er ebenfalls als Musiker tätig.

Alexandra Paal, geboren 1997, arbeitet als freiberufliche Tänzerin und Choreografin in München. Nachdem sie ihren Bachelor of Contemporary Dance an der London Contemporary Dance School erhalten hatte, ist sie zurück in ihre Heimat München gezogen, um hier in dem NIMBLE Projekt mit Eldad Ben Sasson, Zoe Gyssler, Marta Rak und Moritz Ostruschnjak zu arbeiten. Gemeinsam mit der Künstlerin Jessye Curtis performte sie Full of Grace im Slade Centre in London. Außerdem tanzte sie in den Stücken BALLET choreografiert von mariksicrycrycry, Kottamchoreografiert von Saju Hari, und Honey choreografiert von Leila McMillan im Robin Howard Dance Theatre, The Place London. Ihre eigene interdisziplinäre Praxis umfasst sowohl Bewegung als auch Text, Poesie, Film, bildende Kunst und Design. In ihrer letzten eigenen choreografischen Arbeit 834 sec, welche unterstützt von dem “open studio” der Tanztendenz München war, beschäftigte sie sich damit, wie eine Schauspielerin und eine Tänzerin Verbundenheit durch Rhythmus in Text und Bewegungsformen erlangen können. Diese Arbeit wurde im März 2021 im Gasteig präsentiert. Als Stipendiatin des ATLAS Programms in 2022 des ImpulsTanz Festivals in Wien konnte sie ihre eigene choreografische Arbeit vertiefen und mit Unterstützung von Elio Gervasi und Angelique Wilkie an ihrer aktuelle Recherche weiterarbeiten.

Georg Gaigl, geboren 1968 in Erding, studierte an der Akademie der Bildenden Künste, München. Neben Ausstellungen der Bildenden Kunst realisiert er Video-Performances, darunter beim ABC-Festival Augsburg, Sound of Noise Festival Dornbirn, Donaufestival Krems, im Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Kunsthalle Bozen und der Österreichischen Vertretung, New York. Zuletzt waren seine Videos im Rahmen des „Videodox, Videokunst-Biennale,“ 2021 in München zu sehen.

Sophie Gigou, geboren 1997, studiert im Master Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Während des Bachelorstudiums der Soziologie und Theaterwissenschaft absolvierte sie Assistenzen beim Perfomancekollektiv ausbau.sechs sowie in der Produktionsbetreuung der Münchener Biennale für neues Musiktheater und wirkte in der Inszenierung der Studiobühne München Väter und Söhne – Mütter und Töchter (Regie: Katrin Kazubko, Jurij Diez) mit, die im Rahmen des „Turgenev Fest“ in St. Petersburg (2018) den ersten Preis gewann. In der Soziologie ist sie zudem am Lehrstuhl von Prof. Armin Nassehi (LMU) in einem Forschungsprojekt tätig, das sich Fragen der organisierten Sterbebegleitung widmet. Im Sommer 2019 wurde sie Teil des Ensembles von LOsT – Eine Spiegelung in fünf Bildern. Seit 2020 ist sie Gründungsmitglied des Theaterkollektivs Futur.X.

Anastasiya Shtemenko, 1997 in Kyiv geboren, machte im Sommer 2021 ihren Bachelorabschluss in Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians- Universität in München. Auf der Studiobühne der TWM wirkte sie bereits in mehreren Produktionen mit und konnte Erfahrungen in den Bereichen Schauspiel, Konzeption und Organisation sammeln. 2018 spielte sie bei der Inszenierung von Väter und Söhne – Mütter und Töchter mit (Regie: Katrin Kazubko, Jurij Diez), die im Rahmen des „Turgenev Fest“ den ersten Preis gewann und im Nationaltheater des russischen Dramas Lesja-Ukrajinka in Kyiv gastierte. Es folgten Rollen sowie eine konzeptuelle Mitarbeit in LOsT – Eine Spiegelung in fünf Bildern (Regie: Paulina Platzer), Die erwachsene Tochter eines jungen Mannes (Regie: Maryna Mikhalchuk) und based on… (Regie: Anna Lepskaya). Seit 2020 ist sie Mitglied des Theaterkollektivs Futur.X, das mit der Inszenierung Träume nach Günter Eich den Publikumspreis beim fünften WortSchau Festival in München gewonnen hat. Seit September 2021 ist sie Assistentin an der Studiobühne der TWM.

Fiona Grün, geboren 1996, studierte Empirische Kulturwissenschaften und Theaterwissenschaft an der LMU München, wo sie momentan ihren Master in Theaterforschung und kultureller Praxis absolviert. Während des Studiums wirkte sie an verschiedenen Theater- und Performanceprojekten der Studiobühne München mit und sammelte so Erfahrungen in Regie, Dramaturgie, Konzeption, Schauspiel, Social Media Performance und Theaterfotografie. Als Schauspielerin war sie in Die Stühle, inszeniert von Amrei Scheer (2017) und in based on…, inszeniert von Anna Lepskaya (2020) zu sehen. Als Co-Autorin gewann sie 2017 mit Und Trompeten preisen den Totschlag den ersten Preis des WortSchau Festivals in München. 2019 war sie Teil des Orga-Teams des SchnapsUndIdee-Kreativfestivals und betreute das Vernetzungsprojekt Ayşe X-Staatstheater als Social Media Managerin. Seit 2021 ist sie außerdem als freie Autorin für den Münchner Feuilleton tätig. Im selben Jahr trat sie dem Kollektiv Futur.X bei, mit dem sie den Publikumspreis des fünften WortSchau Festivals mit der Inszenierung Träumenach Günter Eich gewann.

Lukas Schwermann ist seit 2015 als freiberuflicher Musiker und Produzent aktiv. Neben seinen Tätigkeiten in der Bochumer Theaterlandschaft und im Bereich der Werbung ist er primär in der Unterhaltungsmusik beheimatet. Im Jahr 2020 wurde er mit der Band The Honeyclub als CampusRuhrcomer ausgezeichnet sowie mit seinem Projekt GENERATIONZWEI für den popNRW-Preis nominiert.

Dieses Projekt wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.