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ox&öl / Ailís Ní Ríain & Julie Herndon

Hidden Heartache

Musiktheater in Körpersprache / A music theatre piece in body language

In Hidden Heartache suchen zwei Taube und zwei hörende Darstellerinnen auf der Bühne nach einer gemeinsamen Körpersprache, ringen um das gegenseitige Verständnis und entwerfen eine Utopie jenseits von Übersetzungsgrenzen zwischen Sprachen und Kulturen. Das Stück des Schweizer Kollektivs ox&öl wird physisch für alle erlebbar und zugänglich, indem die Kompositionen von Ailís Ní Ríain und Julie Herndon aus den Perspektiven einer Tauben und einer hörenden Komponistin von Körperschall-Wandlern in den Raum transformiert werden.


Dauer / Duration: ca. 70 min (ohne Pause / without intermission)
Sprache / Language: keine Sprache / no speech


In Hidden Heartache, two Deaf and two hearing performers look for a common physical language on stage, striving to understand each other and create a utopia beyond linguistic borders that lies somewhere between languages and cultures. This piece by the Swiss collective ox&öl becomes physically accessible and experiential for all: by using body-sound transducers, the compositions by Ailís Ní Ríain and Julie Herndon, from the perspectives of a Deaf and a hearing composer, are transformed in the room.

Kurzbiografien

Seit 2010 arbeiten der Regisseur Philip Bartels und die Pianistin Simone Keller kontinuierlich zusammen und leiten seit 2014 gemeinsam das Kollektiv ox&öl, das Projekte im experimentellen Musiktheaterbereich und partizipative Vermittlungsangebote organisiert und durchführt, bei denen Diversität und Inklusion ein selbstverständlicher Teil der künstlerischen Praxis sind. So hat ox&öl beispiels­weise über mehrere Jahre hinweg unter dem Titel ‚piccolo concerto grosso‘ ein generationenübergreifendes Projekt für Kinder aus multi­kulturellen Schulhäusern und Seniorinnen und Senioren in der Zürcher Tonhalle und im Grossen Saal des KKL Luzern lanciert, ein Sprechmusiktheater mit konkreter Poesie für Kinder und Stellensuchende auf die Bühne gebracht und über mehrere Jahre ein kollaboratives Konzertformat für jugendliche Straftäter im Justiz­vollzug ausgearbeitet und durchgeführt.

Der Name ox&öl bezieht sich auf die experimentelle Lyrik von Ernst Jandl, der in seinem Minidrama «essen. ein stück mit aufblick» einen Dialog ausschließlich aus einsilbigen Wörtern konstruiert, dabei eine banale Alltags-Szene poetisch überhöht und Unsinn und Tiefsinn ganz eng mit­einander verbindet. Ausserdem steht der ox symbolisch für die Anstrengungen und das öl für die Leichtigkeit in der Kunst und bringt die Ambivalenzen kreativer Prozesse zusammen.

Eine Koproduktion der Münchener Biennale mit ox&öl (CH). In Kooperation mit dem HochX Theater und Live Art. Kompositions- und Librettoauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale mit freundlicher Unterstützung der Forberg-Schneider-Stiftung.