HochX. Mehr Raum für die Kunst.

Ausgezeichnet mit dem Theaterpreis des Bundes 2021

Das HochX ist eine Spielstätte für Theater und Live Art im Münchner Stadtteil Au. Gezeigt werden Arbeiten aus den Bereichen Theater, Tanz, Musik, Performance, Literatur, Zeitgenössischer Zirkus und Theater für junges Publikum. Darüber hinaus gibt es Gastspiele der nationalen und internationalen Szene, u.a. im Rahmen verschiedener Festivals wie etwa DANCE oder SPIELART. Seit 2022 veranstaltet das HochX zudem Rodeo, das biennale Festival der freien Tanz- und Theaterszene Münchens.

Das HochX ist gefördert von der Landeshauptstadt München und versteht sich als Raum zur Erprobung und Entwicklung neuer Ästhetiken und Arbeitsweisen in den zeitgenössischen darstellenden Künsten. Zu unseren Zielen gehört die Professionalisierung freien Arbeitens, die Vernetzung der Künstler*innen über geographische und disziplinäre Grenzen hinweg und die Vermittlung ästhetischer Prozesse an ein breites Publikum.


Wir ermöglichen freie Kunst für viele.
Wir sind ein offener Ort für alle Formen der Live Art.
Wir schaffen Raum für szenische Experimente unter professionellen Bedingungen.
Wir vermitteln neue ästhetische Erfahrungen und sind ein Ort des Dialogs.
Wir engagieren uns für die Kunst und ein demokratisches Miteinander in der Gesellschaft.


Unser Haus

Außenansicht des HochX Theater und Live Art. Es zeigt das Theatergebäude von der gegenüberliegenden Straßenseite. Sichtbar ist der Zugang zum Theatereingang, der abseits der Entenbachstraße 37 liegt. Eine Rampe und/oder drei Treppen führen zur Eingangstüre rechter Hand.
Außenansicht (c) Hannes Rohrer
Das Foyer ist hell erleuchtet und minimalistisch eingerichtet. Es bietet zwei große Tische mit durchgehenden gepolsterten Bänken auf beiden Seiten der Tische zum Sitzen. An der Bar rechts vom Eingang lassen sich Getränke kaufen, als Sitzgelegenheiten dienen sechs Barhocker.
Foyer (c) Jean Marc Turmes
Schräge Draufsicht auf den Zuschauer*innenraum und die Bühne in der Standard-Variante (Guckkasten-Bühne) des HochX. Die Zuschauer*innen-Tribüne besteht aus 10 Reihen schwarzer Holzstühle, abfallend Richtung Bühne. Links und rechts führen Gänge mit Stufen zu den Sitzplätzen. Auf die erhöhte Bühnenfläche führen links und rechts vier Stufen. Die Bühne ist aus Holz. Viele horizontale Traversen an der Decke ermöglichen flexible Licht-Hängung.
Bühne Standard (c) Hannes Rohrer
Sicht aus dem Zuschauer*innenraum auf die Bühne in der gedrehten Variante. Die Bühnenfläche ist der tiefste Punkt im Raum. Der Boden ist ausgelegt mit schwarzem Tanzboden. Viele horizontale Traversen an der Decke ermöglichen flexible Licht-Hängung. An der gegenüberliegenden Wand befindet sich ein Balkon, der ästhetisch an die 60er-Jahre erinnert, er ist schwarz gestrichen mit blauen Elementen.
Bühne gedreht (c) Hannes Rohrer

Unsere Probenräume

Ein heller Raum mit vier Fenstern und lackiertem Holzboden. Darauf ist schwarzer Tanzboden geklebt. Der Raum verfügt über Tische, Stühle, Verdunklungsoptionen, Scheinwerfer, Musikboxen.
Auenstraße (c) Jean Marc Turmes
Ein heller Raum mit drei Fenstern und Parkett. Darauf ist schwarzer Tanzboden geklebt. Die Decke ist mit dunkelbraunem Holz verkleidet. Der Raum verfügt über Tische, Stühle, Verdunklungsoptionen, Scheinwerfer, Musikboxen.
Auenstraße II (c) Jean Marc Turmes
Ein heller Raum mit grauem Steinboden, auf dem schwarzer Tanzboden geklebt ist. Links neben dem Tanzboden steht ein Tisch. Im linken hinteren Eck ist ein Bereich räumlich vom Rest des Raumes abgetrennt mit weißen Einbauwänden, die halbhohe Fenster und eine Türe haben: das sogenannte Aquarium. Mit Vorhängen lassen sich alle Fenster verdunkeln.
FREIBAD (c) Hannes Rohrer

Geschichte

1883 – 2015

Das Theater in der Entenbachstraße 37 blickt auf eine 100jährige Geschichte zurück. Anfang der 1870er Jahre eröffnete hier der „Katholische Gesellenverein München rechts der Isar“ sein Vereinslokal „Zur Ente“. Mithilfe großzügiger Spender – darunter angeblich auch die Königin von Schweden –  konnte der Verein wenige Jahre später das Gebäude kaufen und zur Herberge für wandernde Gesellen ausbauen. 1883 wurde auch noch das angrenzende Grundstück gekauft und das Gebäude nochmals erweitert: neben einem großen Vereinssaal (unser heutiges Foyer) wurden ein Bühnenhaus, eine Kegelbahn (die zugleich als Theatergarderobe diente) und weitere Unterkünfte gebaut.

Im 1. Weltkrieg wurden die Vereinstätigkeiten unterbrochen und das Wohnheim als Lazarett für Kriegsverwundete genutzt. Im 2. Weltkrieg brannte nach einem Bombentreffer das Wohnheim aus und stürzte in sich zusammen, am 24.4.1944 wurden dann auch große Teile des Saals und des Theaters durch Bomben zerstört. Nach dem Krieg bauten die Mitglieder Saal, Heim und Bühne wieder auf, die in den kommenden Jahrzehnten für Theateraufführungen der Kolpingfamilie und des angrenzenden Wohnheims genutzt wurden. Anfang der 90er Jahre fand das Münchner Kinder- und Jugendtheater Schauburg hier ein Ausweichquartier. Von 1993 bis 2015 betrieb dann der Theaterverein München das „i-camp / Neues Theater München“ als städtische Infrastrukturmaßnahme für die freie Tanz- und Theaterszene. Nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen knüpft das HochX 2016 an diesem Auftrag an und entwickelt das Haus weiter zu einem Zentrum der freien darstellenden Künste in München.

2016 – heute

In den acht Jahren seines Bestehens hat das HochX 1500 Vorstellungen gezeigt, darunter 300 Uraufführungen. 2000 Künstler*innen und über 50.000 Besucher*innen waren bei uns zu Gast. Im Sommer 2021 wurde das HochX für seine künstlerische Programmarbeit mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. In der Laudatio heißt es:

„Das HochX München ist eine Spielstätte der Freien Szene, die auf kleinem Raum und mit knappem Budget ein beeindruckendes Programm auf die Beine stellt und gleichzeitig Münchner und Nichtmünchner Künstler:innen fördert und neue Allianzen stiftet. […] [Das HochX] unter der Leitung von Antonia Beermann und Ute Gröbel steht seit 2016 für Aufbruchsstimmung in der Freien Szene Münchens – trotz traditionell widriger Bedingungen. Auch dafür wird es mit dem Theaterpreis des Bundes 2021 ausgezeichnet, als Impulsgeber:in und wichtige:r Netzwerker:in für die Freie Szene, auf dem Weg zu einem Produktionshaus für München mit überregionaler Strahlkraft.“ (Sophie Diesselhorst)

2022 veranstalteten wir unser erstes eigenes Festival: Freischwimmen meets Rodeo war ein Doppelfestival, das an neun Tagen 15 lokale und internationale Produktionen an unterschiedlichsten Spielorten in München präsentierte – mit großem Erfolg. In Folge wurde dem HochX auch die Leitung der rodeo Festivals 2024 und 2026 übertragen.