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Jan Rozman
Wetware

Asiana Jurca Avci
Smart Devices, Algorithmen und digitale Kontrollsysteme schreiben sich längst in Gewebe, Organe und Bewegungen ein. Technologie erscheint nicht mehr als äußeres Werkzeug, sondern als totale Institution im Inneren des Körpers. Jan Rozmans Performance Wetware verbindet Stand-up, Choreografie und Theorie zu einer düsteren wie humorvollen Selbstbefragung im Zeitalter des Überwachungskapitalismus. Zwischen Elon Musk, den psychopolitischen Thesen Byung-Chul Hans und dem eigenen Körper begibt sich Rozman auf eine Reise durch Optimierungsdruck, Erschöpfung und das Gefühl, niemals genug zu sein. Mit schwarzem Humor und choreografischer Präzision entwirft Wetware den Menschen als Netzwerk smarter Geräte – permanent aktiviert, gesteuert und gefangen im Kreislauf zwischen Können und Müssen.
Dauer / Duration: 50 Min
Sprache / Language: Englisch / English
Smart devices, algorithms, and digital control systems have long since become embedded in our tissues, organs, and movements. Technology no longer appears as an external tool, but as a total institution within the body. Jan Rozman’s performance Wetware combines stand-up comedy, choreography, and theory into a dark yet humorous self-examination in the age of surveillance capitalism. Navigating between Elon Musk, Byung-Chul Han’s psychopolitical theses, and his own body, Rozman embarks on a journey through the pressure to optimize, exhaustion, and the feeling of never being enough.
With dark humor and choreographic precision, Wetware portrays the human being as a network of smart devices—permanently activated, controlled, and trapped in the cycle between ability and obligation.
Kurzbiografien
Jan Rozman (*1991) ist freischaffender Performer, Choreograf, Improvisator und Performancekünstler. Er lebt und arbeitet zwischen Ljubljana und Berlin. In seiner künstlerischen Praxis setzt er sich mit erweiterten Körpern, materieller Semiotik, Brüchen, Fehlern, Ökologie, Imagination, (Science-)Fiction und Humor auseinander und sucht nach zeitgemäßen performativen Ausdrucksformen für das Post-Internet- und Anthropozän-Zeitalter. Er besuchte die Kunstmittelschule für zeitgenössischen Tanz in Ljubljana und absolvierte anschließend ein Choreografie-Studium am SNDO in Amsterdam sowie den Masterstudiengang Solo/Dance/Authorship am HZT (UdK) Berlin. Zudem ist er ausgebildeter Physiotherapeut.
Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem Fur, Feathers, Scale, Glitch, Invitation, Bird Dementia, The Decision Guillotine, Senzasenso und Thinging. Sie wurden sowohl in Slowenien als auch international präsentiert, etwa beim Ukrep Festival, Front@, der Slovenian Dance Platform Nacionala, SPHA und dem Something Raw Festival.
2019 erhielt Jan Rozman den Ksenija-Hribar-Preis für vielversprechende Choreograf*innen, verliehen vom Verband für zeitgenössischen Tanz Sloweniens.
Produktion: Emanat
Koproduktion: Cankarjev dom, Pan-Adria
Förderer: City of Ljubljana, Ministry of Culture RS
Jan Rozmans Wetware ist die ausgewählte Produktion des Pan-Adria-Netzwerks in der Spielzeit 2025/26. Die Netzwerkpartner sind: En–Knap Productions, Ljubljana (SI), Slowenisches Nationaltheater Nova Gorica (SI), Flota-Institut, Murska Sobota (SI), Zagreb Dance Center (HR), Mediterranean Dance Center Svetvinčenat (HR), Kroatisches Kulturzentrum Rijeka (HR), Artisti Associati, Gorizia (IT), Stiftung Städtisches Theater Vicenza (IT)
Das Gastspiel bei der TANZWERKSTATT EUROPA wird unterstützt vom Slowenischen Kulturinformationszentrum SKICA Berlin.