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Das Loch in der Oberfläche
Eine performative Suche nach Wundern

Katharina Kemme
Und du verstehst nicht. Es geht über die Gesetzmäßigkeiten von Alltag und Natur hinaus. Du fragst dich: Wie ist das möglich? Eine Öffnung in der Welt und im Körper: weite Augen, empfangende Körperhaltung, geöffnete Münder. Ein Einschnitt im Alltag, ein Riss in der Realität. Hast du schon einmal ein Wunder erlebt – oder zumindest gehofft, dass eines passiert? Wäre nicht heute ein guter Zeitpunkt? Ja, warum nicht? Die Berichte über unerklärliche Ereignisse reißen jedenfalls nicht ab: ein Fünfzehnjähriger in Nikeschuhen wird zum Heiligen, Marienfiguren tauchen im Supermarkt neben den Tiefkühlerbsen auf, im aufgeborstenen Asphalt blüht ein Löwenzahn und dein Sportverein steigt endlich in die erste Liga auf. War das jetzt ein Wunder?
äöü nimmt dich mit auf eine theatrale Pilgerreise zu unerklärlichen Ereignissen, naturwissenschaftlichen Zaubereien und einer unmöglich erscheinenden Suche. Zu elektronischen Harfenklängen reisen sie von Assisi über Međugorje bis nach Fátima und zurück ins Ruhrgebiet. Zwischen Glauben, Wissenschaft, Hoffnung und (Theater-)Magie lädt äöü ein zu einer poetischen Performance über das, was sich den Gesetzmäßigkeiten von Alltag und Natur entzieht. Mit gewohntem Augenzwinkern, großer Neugier und zugegebenem Zweifel fährt äöü die Antennen aus. Wer’s glaubt, wird selig. Spürst du es auch?
Dauer / Duration: 70 min
Sprache / Language: Deutsch / German
Inhaltshinweise / Content Notes: Thematisierung von Religion, Glauben, Zweifel und Übersinnlichem, Beschreibung des aufgebahrten Körpers eines verstorbenen Jugendlichen zu Zwecken der Verehrung, Gespräche über persönliche Hoffnungen, Ängste und existenzielle Fragen, humorvoller Umgang mit religiösen Motiven
Während der Vorstellung kommt es zum Einsatz von Nebel, lauter Musik und Blitzlichteffekten / The performance features fog, loud music, and strobe lights.
Eine Produktion von äöü (Patricia Bechtold / Johannes Karl) GbR in Koproduktion mit dem Theater im Depot Dortmund, dem Ringlokschuppen Ruhr, dem PRT Bochum und dem HochX Theater und Live Art München und in Kooperation mit den Landungsbrücken Frankfurt.
Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V., das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, das NRW KULTURsekretariat Wuppertal, den LWLFreie-Szene-Fonds sowie das Kulturamt Frankfurt am Main, das Kulturbüro Stadt Dortmund und das Kulturamt der Stadt Bochum.