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Diego Tortelli & Miria Wurm

Psycho

Umberto Favretto

Psycho betrachtet etwas scheinbar Flüchtiges: den Atem. Meist unscheinbar funktioniert er täglich rund 25.000-mal selbsttätig, um sich dabei stetig in unseren Körper einzuschreiben. Doch wie der Titel schon erahnen lässt, setzt sich Psycho auch mit dem Gegenteiligem auseinander: dem, was uns den Atem nimmt, unseren Rhythmus blockiert und unser Selbst ‚fehlgeschaltet‘ werden lässt. Psycho ist ein Zoom auf körperliche und innere Details mit Hilfe eines Tänzerkörpers, der sich vor den Augen des Publikums durch unterschiedliche, körperliche Erinnerungen und deren Muster bewegt. Emotional mitnehmend, da dieser die eigenen Lebenserfahrungen in Form von tänzerischer Körperlichkeit widergespiegelt.


Dauer / Duration: 35 min (ohne Pause / without intermission)
Sprache / Language: ohne Sprache / no speech


Psycho looks at something seemingly fleeting and basic: the breath. A mostly inconspicuous momentum that functions automatically around 25,000 times a day, constantly inscribing itself into our bodies. Breathing is the first thing we do when we are born and the last thing we do when we die. It is therefore not without reason that breathing is of great importance in all cultures. Breathing is also the only function of the autonomic nervous system that we can consciously and voluntarily influence, and through its depth and rhythm we can also influence our concentration and emotions. But as the title suggests, Psycho also deals with the opposite: that which takes our breath away, blocks our own rhythm and makes our self dysmorphic. Psycho is a zoom on physical and inner details with the help of a dancer’s body; a dance-pictorial pars pro toto and at the same time its antonym totum pro parte, which transforms itself before the audience’s eyes through different physical memories and their patterns. Simultaneously incorporating light and shadow, viewing both parts as equal and intertwining them. The breath stands for one’s own life and experience, directed towards oneself and also looking into one’s own darkness. Emotionally engaging as it reflects the reality and experiences of one’s own life in the form of  the physicality of dance.

Kurzbiografien

Seit 2018 entwickeln der Choreograf Diego Tortelli und die Dramaturgin Miria Wurm gemeinsam freie Szene, die sich durch eine klare, aber komplexe Formensprache und Ästhetik sowohl in Hinblick auf die Choreografie als auch auf den Stückinhalt und dessen Umsetzung auszeichnen. Unter Einbezug von modernen Technologien und wissenschaftlichen Theorien kreieren sie zeitgeistige Tanzstücke, die ihren persönlichen Blick auf das Hier und Jetzt spiegeln. Dabei ist ganz klar der Dreh- und Angelpunkt jeden Stückes der ganz eigene, choreografische Stil von Tortelli, der gleich einem Tetris-Spiel den Körper in seine Einzelteile und Gelenke aufsplittet und diese immer wieder neu, geometrischen Formeln gleich um den Fixpunkt, den Torso, mal surreal verspielt, mal architektonisch starr zusammensetzt.

Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Bayerischen Landesverbands für zeitgenössischen Tanz (BLZT) mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und KUSS Kulturstiftung der Stadtsparkasse München. Mit freundlicher Unterstützung durch HochX Theater und Live Art, das Forschungsstipendium des Kulturreferats der Stadt München und Residenzen am Centro Coreografico Nazionale Aterballetto und PimOff Milano.