Lade Veranstaltungenf

Dustin Klein

In to the Sun

Nicholas MacKay

In to the Sun ist inspiriert von König Ludwig XIV., dem „Sonnenkönig“, und Jean-Baptiste Lully, einem wegweisenden Komponisten des französischen Barocks. Ludwig XIV. prägte den französischen Barock und wurde zum Symbol von Macht und Glanz, während Lully die barocke Musik entscheidend weiterentwickelte. Das Stück verbindet Lullys barocke Hofmusik mit psychedelischen Klängen der 60er-Jahre, insbesondere aus dem Bereich der „Sun“- Kompositionen. Diese Verbindung zeigt eine faszinierende Parallele: Sowohl die Musik des Rokokos als auch die der 60er-Jahre sind von großer Experimentierfreude geprägt, die sich auch in der Choreografie widerspiegelt. Im Zentrum der Inszenierung steht ein großer, orangefarbener Teppich, der die Sonne abstrakt widerspiegelt. Ein eigens entworfenes Oberlicht erzeugt den visuellen Eindruck von sengender Hitze, sodass die Tänzerinnen zwischen wohltuender Wärme und fast unerträglicher Glut wechseln. Die Bewegungen sind zunächst weich und fließend, fast sinnlich, bevor sie abrupt in ekstatische, intensive Momente kippen. Diese Choreografie spiegelt die doppelte Natur der Sonne wider: Als Lebensspenderin schenkt sie Wärme, doch in zu großer Intensität kann sie zerstörerisch wirken. Genau diese Extreme werden in der Choreografie sichtbar und erlebbar.


Sprache / Language: ohne Sprache / no speech
Dauer / Duration: 70 min


In to the Sun is inspired by King Louis XIV, the “Sun King,” and Jean-Baptiste Lully, a groundbreaking composer of the French Baroque. Louis XIV shaped the French Baroque and became a symbol of power and splendor, while Lully significantly advanced Baroque music. The piece blends Lully’s Baroque court music with the psychedelic sounds of the 1960s, particularly from the “Sun” compositions. This connection reveals a fascinating parallel: both Rococo music and the music of the 60s are characterized by a great spirit of experimentation, which is also reflected in the choreography. At the heart of the production is a large, orange carpet that abstractly represents the sun. A specially designed overhead light creates the visual impression of intense heat, making the dancers move between soothing warmth and almost unbearable heat. The movements start off soft and flowing, almost sensuous, before suddenly shifting into ecstatic, intense moments. This choreography reflects the dual nature of the sun: as a giver of life and warmth, but also as a force that can be destructive when too intense. It is precisely these extremes that come to life on stage.

Kurzbiografien

Dustin Klein wurde 1986 in Landsberg am Lech geboren und studierte von 2003-2006 an der Royal Ballet School in London. Nach Beginn seiner beruflichen Laufbahn an der deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf, wechselte er zum Bayerischen Staatsballett in München, wo er bis 2021 tanzte. Seit 2012 choreographiert er seine eigenen Werke für Tanz- und Opernkompanien, darunter das Bayerische Staatsballett, die Bayerische Staatsoper, das Stanislavsky Musiktheater Moskau, die Staatsoper Hamburg, das JK Tjl Theater Pilsen, das Staatstheater Oldenburg, Theater Münster, Dallas Opera, Opera de Dijon, Salzburger Festspiele, Origen Festival Cultural, Glyndebourne Festival und die Pariser Oper. Er wurde mit dem Bundesjugendballett Hamburg Production Award, beim 33.Internationalen Choreographie Wettbewerb in Hannover, dem Publikumspreis bei den 34. Bayerischen Theatertagen in Regensburg und sowohl dem Ellinor Holland Kunstpreis, als auch dem Kulturförderpreis der Stadt Landsberg am Lech ausgezeichnet. Die Basis seines Arbeitsstils ist die regelmäßige Kollaboration mit Komponist*innen, Grafikdesignern*innen, Filmemacher *innen, Computeranimation*innen, Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen und Kostümdesigner*innen.