Das HochX ist eine Infrastrukturmaßnahmeder Landeshauptstadt München

O-Team

Wetware

Zur Technologie der Seele

© Markus Niessner

Regie, Konzept, Maschinen: Samuel Hof | Bühne und Kostüme: Nina Malotta | Musik: Harry Delgas | Figurenbau und Performance: Antje Töpfer | Performance: Folkert Dücker | Dramaturgie: Antonia Beermann | Technische Leitung: Robin Burkhardt | Presse: Claudia Illi | Produktion: Isabelle Gatterburg, Simon Kubat

 

Der Begriff Wetware bezeichnet in Anlehnung an die Begriffe Hard- oder Software biologisches Material aus Perspektive der Technik. Das Projekt Wetware untersucht unser Selbst- und Körperbild im Kontext der kapitalistisch getriebenen Technisierung des Lebens. Ausgangspunkt der Performance ist unser eigenes zwiespältiges Verhältnis zu den Möglichkeiten von Selbst-Optimierung, -Transformation und -Stimulation durch Technik und Chemie.

 

Wetware ist mechanisiertes Tanztheater oder musikalisches Figurentheater, eine poetische Annäherung an das Gefühlsleben des Techno-Self. Das Projekt arbeitet mit Bildern, Rhythmus, Musik und Sprache. Auf der Bühne treten neben den menschlichen Körpern der zwei Performer*innen (animierte) Maschinen, Schaumstoff-Körperteile und eine lebensgroße Puppe aus Schaumstoff als Protagonisten auf. Mit ihnen werden verschiedenste Formen der Interaktion, Verbindung und lustvollen Verschmelzung versucht. Es ist ein Spiel mit Gegensätzen und Abhängigkeiten zwischen Hardware und Wetware, Liebe und Tod, maschineller Präzision und menschlichem Gefühl. Wetware will keine rationale Analyse sein, sondern so irrational, emotional und libidinös wie unser Verhältnis zu Technik und Körper.

 

„Zum peitschenden Techno-Sound zuckt ein Riesen-Penis an Seilen, kleinere Gemächte gleiten sanft über den Boden, ein XXL-Ohr schwebt auf und ab, Arme fallen klappernd auf die Bühne. Arme und Beine, die in ihrer Monumentalität skulptural wirken und die Architektur des Körpers skizzieren. Am Ende sind es alle zusammen, die mit den Erlebnismaschinen einen herrlich-grotesken apokalyptischen Tanz zu metallischem Klappern, wummernden Geräuschen und schabende Tönen aufführen. Ein großes Vergnügen, das Regisseur Samuel Hof dem Publikum bereitet.“

Petra Bail, FIDENA

 

 

Hinweis: Während des Stücks kommt es zum Einsatz von Stroboskoplicht.

 

Am 21.1. findet um 19.30 Uhr eine Einführung im Foyer statt.

 

20.1. | 21.1. | 22.1. | 20 Uhr

Karten: 18 € / 10 € erm.

 

Karten

 

 

Wetware ist ein Projekt von O-Team in Koproduktion mit HochX Theater und Live Art und Theater der Stadt Aalen. Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes und durch die Landeshauptstadt Stuttgart.

 

O-TEAM

Seit 2007 produzierte O-Team über 25 anspruchsvolle Projekte in München, Stuttgart, Berlin, Jena, Darmstadt und Braga (Portugal). Das Team hat seinen Arbeitsmittelpunkt an der Wagenhalle Stuttgart und besteht momentan aus Nina Malotta, Samuel Hof, Antonia Beermann, Folkert Dücker und Pedro Pinto. O-Team versteht sich als freie Gruppe der Darstellenden Künste, die aktuelle Themen mit oft provozierenden Formen verbindet. In interdisziplinären Besetzungen arbeitet sie in inhaltlich überbordenden, bildhaften Formaten, die gleichermaßen sinnlich wie intellektuell sind. Ihre Arbeiten wurden bei zahlreichen Gastspielen und Festivals im In- und Ausland präsentiert.

 

www.o-team-theater.de

 

 

CRASH

Die Reihe CRASH wird im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes gefördert. O-Team untersucht darin in Zusammenarbeit mit dem Theater Aalen und dem HochX München den Unfall als das Verdrängte von Fortschritt und Technik. Wetware ist der zweite Teil dieser künstlerischen Auseinandersetzung mit Technik und Leben. So wird der Unfall in Wetware als perverse Verschmelzung von Fleisch und Maschine, als willentliche Auflösung der Kategorien des Technischen und des Natürlichen zelebriert.

 

www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/projekte/buehne_und_bewegung/detail/crash.html

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