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Agora Kätzchen

Walk of Shame.

Eine performative Installation

Die Entenbachstraße in München wird zum Schauplatz der Scham. In einer begehbaren Installation erkunden die Zuschauer, begleitet von einer Tonspur, Stationen zwischen Realität und Fiktion: ein kurzer Stopp vorm Supermarkt, Warten an der Straßenecke, ein Blick in den Waschsalon. Auf dem Weg begegnen sie Freizeitsportlern, die ihre joggingbehosten Beine kurz an die Parkbank lehnen, Partygängern, die noch dem Beat der längst vergangenen Nacht nachspüren sowie einsamen Passanten, die ihr Herz an jemanden verlieren. Ab und an steckt jemand seine Hand in die Hose. Im Zwischenraum dieser sichtbaren Gesten und Blicke spielt sich etwas im Verborgenen ab. Ein Gefühl, das sich nicht kontrollieren lässt, und gerade deswegen so oft menschliches Handeln bestimmt: die Scham.

Die Gruppe Agora Kätzchen unternimmt eine Annäherung an diese grundlegende, aber tabuisierte Emotion und widmet sich der Angst vor der Enthüllung eigener Makel genauso wie Strategien ihrer Vermeidung. In ihrer Arbeit Walk of Shame nehmen sie die Zuschauer mit auf eine Suche nach Spuren der Scham im Alltag, um Risse in den vermeintlich glatten Oberflächen unserer Gegenwart zu finden.

Hinweis: Für den Besuch der Installation benötigen Sie Ihr Smartphone.
Kopfhörer erhalten Sie von uns an der Abendkasse.

Gefördert aus Mitteln der Debütförderung des Kulturreferats München. Mit freundlicher Unterstützung der Richard Stury Stiftung und radio aporee