Rykena / Jüngst

Rose la Rose

In deutscher und englischer Sprache mit englischen und deutschen Untertiteln

Choreografie, Künstlerische Leitung, Tanz: Carolin Jüngst, Lisa Rykena | Dramaturgie: Matthias Quabbe | Co-Choreografie, Tanz: Amelia Lander-Cavallo, Tian Rotteveel | Access Work: Al Lander-Cavallo | Künstlerische Audiodeskription: Ursina Tossi | Sound: Konstantin Bessonov | Bühne: Lea Kissing | Kostüme: Hanna Scherwinski | Licht: Ricarda Schnoor | Video und Schnitt: Martin Prinoth | Übersetzung und Untertitel: Emma Stenger | Künstlerische Produktion, Presse: Stückliesel | Produktionsassistenz: Sina Rundel | Fotografie: Jonas Fischer

 

Ein Bühnenraum, getaucht in grün-bläuliches Licht. Ein Körper stützt die Arme auf den angezogenen Knien ab, hält das linke Handgelenk mit der rechten Hand, den Kopf hängend und mit Blick nach unten. Ein zweiter Körper liegt lasziv auf der rechten Seite, den Blick auf die rechte hintere Ecke gerichtet. Ein dritter Körper, auf dem Monitor, beugt sich leicht nach rechts, die eine Hand auf der Brust, die Andere kreist langsam das Handgelenk. Ein vierter Körper steht in der Mitte des Raumes. Synchron öffnen sie ihre Arme zu den Seiten. Ein Lächeln erscheint langsam auf ihren Gesichtern. Ihre Münder weiten sich zu großen Löchern. Der Gesang eines Chores ertönt.

 

In Rose la Rose taucht das Choreographinnen-Duo Rykena/Jüngst zusammen mit den Performer*innen Amelia Cavallo und Tian Rotteveel in die obskure und zugleich erotische Welt von Showkultur und Spektakel. Sie offenbaren deren subversive Potentiale und huldigen dem Dazwischen, der Zeit vor und nach der Enthüllung, vor und nach der Verführung, vor und nach dem Höhepunkt. Das multidisziplinäre Team eröffnet Imaginationsräume, in denen klischeehafte Vorstellungen erotischer Körper hinterfragt und umgeschrieben werden.

 

Durch den künstlerischen Umgang mit dem Mittel der Audiodeskription, das visuelle Inhalte sprachlich übersetzt, verschränken die sehenden und nicht sehenden Performer*innen visuelle und auditive Wahrnehmungsräume. In einem parallel stattfindenden analog-digitalen Arbeitsprozess zwischen Amelia Cavallo in London und den anderen Performer*innen in Hamburg befragen sie das (Un-)Sichtbare durch das (Un-)Gesagte und lassen bewusst Lücken in der Wahrnehmung entstehen, in denen das Nicht-Sichtbare hörbar gemacht wird und umgekehrt. Die Bild- und Hörflächen verbinden sich durch die Stimmen und Körper der Performer*innen zu einem Gebilde verflochtener Erzählungen und Interpretationen hybrider Erotik. Körper und Stimmen verschwinden, verzerren, dirigieren, fragen, fordern auf.

 

Die Live-Premiere am HochX in München findet voraussichtlich am 23. Juli 2021 statt.

 

Rose la Rose ist eine Produktion von Carolin Jüngst in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und HochX München. Mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Claussen-Simon-Stiftung und Europe Beyond Access / Programm Kreatives Europa der Europäischen Union.

 

 

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