internationales figurentheaterfest münchen

Figuren theater tübingen

strings up! Zwei Stücke für vergessene Figuren

„Tanzabend“ in zwei Teilen für jeweils drei Spieler | 14+

@ J. Pogerth

Figuren: Fritz Herbert Bross | Spiel: Hanna Malhas, Leonard Wanner, Frank Soehnle, Christian Glötzner | Regie: Frank Soehnle | Kostüme: Evelyne Meersschaut | Film: Tine Beutel und Christian Glötzner | Choreografische Mitarbeit: Karin Ould Chih | Musik 1. Teil: rat’n’X (Stefan Mertin & Johannes Frisch) | Musik 2. Teil: Max Richter | Fotos: Julia Pogerth

 

Der erste Teil des Abends erzählt eine fadenscheinige Kriminalgeschichte: „Frau Schnibbelchen“ taucht ein in die Welt der Ganoven, verstrickt und verwirrt sich in Widersprüche. Alles hängt am seidenen Faden! Aber schließlich löst sie den Knoten. Figuren wie aus einem Comic spielen mit menschlichen Darstellern, Objekten und live gezeichneten Linien.

 

Im zweiten Teil tanzen drei Menschen mit sechs Marionetten einen nie endenden Totentanz. Atmosphärische Portraits setzen in einem kontrastreichen Lichtraum nach und nach Geschichte frei, stellen Beziehungen her und verweben Vergangenheit mit Zukunft. Die Neukomposition Recomposed von Max Richter auf ein Werk von Vivaldi, eingespielt 2012 mit Daniel Hope unter der musikalischen Leitung von André de Ridder, bildet die musikalische Grundlage.

 

Die beteiligten 13 Marionetten stammen von dem berühmten Figurenbauer Fritz Herbert Bross (1910-1976) und wurden 2017 in Kisten und im Fundus von Albrecht Rosers Atelierhaus in Remshalden-Buoch zufällig wiederentdeckt. Das Figurentheater Tübingen erarbeitet seine Stücke oft aus den Figuren heraus. An diesem zweiteiligen Abend geht es darum, wie die alten Figuren in neuen Stücken wirken, als eine Befragung der Figurentheatergeschichte, ein Griff nach den Wurzeln. Die Bross-Figuren sind fein ausbalancierte Meisterwerke. Sie inspirieren den Puppenspieler auf besondere Weise: Im neuen Umgang mit alten Instrumenten entsteht ein neues Verständnis für die Theaterfigur und ihre Bedeutung.

 

Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, dem FITZ Stuttgart und dem Kulturamt der Universitätsstadt Tübingen. Herzlicher Dank für die Hilfe bei der Recherche gilt Markus Dorner vom PuK Museum Bad Kreuznach, Thomas Zürn, der Sammlung Puppentheater des Münchner Sadtmuseums und besonders Ingrid Höfer vom Studio Roser.

 

31.10. | 18 Uhr und 21 UhrKarten

 

Karten: Erw. 17 € / Rentner*innen, München Pass 14 € / Student*innen, unter 18, Mitglieder der GFP: 10 €

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