Jaha Koo

Cuckoo

In koreanischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

© Radovan Dranga

Konzept, Regie, Text, Musik, Video: Jaha Koo | Performance: Hana, Duri, Seri & Jaha Koo | Cuckoo Hacking: Idella Craddock | Bühnenbild, Medien: Eunkyung Jeong | Dramaturgische Beratung: Dries Douibi | Produktion: Kunstenwerkplaats Pianofabriek | Executive Producer: CAMPO | Koproduktion: Bâtard

 

Drei dampfende Reiskocher auf der verdunkelten Bühne, während das Publikum Platz nimmt. Später wird sich herausstellen, dass die Reiskocher nicht nur Reis garen, sondern auch sprechen können. Eine Videodokumentation im Hintergrund erzählt von der Finanzkrise 1997 in Asien, insbesondere von der politischen und ökonomischen Krise Südkoreas. Obwohl das Video einen Blick auf die südkoreanische Gesellschaft wirft, sind immer wieder Politiker*innen und Repräsentanten der USA sowie des Internationalen Währungsfonds (IMF) zu sehen.

 

Der Performer Jaha Koo, der danach auf die Bühne tritt, kontextualisiert die historischen Ereignisse mit persönlichen Erfahrungen. Er erzählt von den tiefen sozialen und persönlichen Wunden, die diese Katastrophe hervorgerufen hat – Armut, Massenmigration, sozialer Abstieg, Isolation sowie Selbstmord. Er spricht von den Effekten, die diese Krise auf seine eigene Familie und seinen Freundeskreis hatte. Und er spricht aus, was gesellschaftlich unmöglich scheint: als (koreanischer) Mann spricht er über seine Gefühle und deren soziale Verunmöglichung.

 

Die drei Reiskocher stellen einen Gegensatz zum Performer dar. Mal sprechend, mal singend und mal schimpfend bilden sie eine Art Chor der Vielstimmigkeit der südkoreanischen Gesellschaft, die fest in der Hand der globalen neoliberalen und neokolonialen Ordnung ist: Eine Gesellschaft – im wahrsten Sinne des Wortes – unter Druck.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch CAMPO, STUK, BUDA, DAS, SFAC & Noorderzon / Grand Theatre Groningen und gefördert von Vlaamse Gemeenschapscommissie.

 

4.11. | 20.30 UhrCuckooKarten 15 | 8 €

5.11. | 19.00 UhrCuckooKarten 15 | 8 €

Perspektiven IV: Das Finanzsystem und die Ungleichheit

Eine interdisziplinäre Ringvorlesung der LMU München

Mit Prof. Andreas Haufler (Seminar für Wirtschaftspolitik) | Prof. Helge Peukert (Forschungsstelle für Plurale Ökonomik Universität Siegen) | Anna Poetter (Performancekünstlerin und Pilgerin des Geldes) | Moderation: Dr. Miriam Shabafrouz (Bundeszentrale für politische Bildung)

 

Reiche und arme Menschen unterscheiden sich unter anderem darin, über wie viel Geld sie verfügen. Doch woher kommt das Geld und wie wird es verteilt? Diese Gesprächsrunde nähert sich dem Thema aus drei Perspektiven: der wirtschaftspolitischen, der kritischen und der künstlerischen.

 

In der für das Festival Politik im Freien Theater eigens konzipierten Ringvorlesung Perspektiven der LMU München werden relevante Aspekte des Festivalthemas „reich“ an wechselnden Orten interdisziplinär beleuchtet. Hierfür kooperieren die Lehrstühle Soziologie, Ethnologie, Europäische Ethnologie, Theaterwissenschaft, Germanistik, Wirtschaftspolitik und

Politikwissenschaft.

8.11. | 17.00 UhrPerspektiven IVEintritt frei

Lange Nacht der Wirtschaft – Speed-Dating mit Expert*innen

Was ist ein Investmentfonds? Wie kommt es zu Inflation? Wie sollte ich mein Geld anlegen, damit es nicht immer weniger wird? Und warum bekommen weltweit agierende Unternehmen vom deutschen Staat Subventionen? Alles, was Sie schon immer über wirtschaftliche Entwicklungen, internationale Finanzmärkte, den Arbeitsmarkt und viele weitere Themen wissen wollten,

können Sie beim Speed-Dating mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft in persönlichen Einzelgesprächen in Erfahrung bringen.

 

Anmeldung unter anmeldung@politikimfreientheater.de

8.11. | 19.00 UhrSpeed-DatingEintritt frei

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