Frauen – Theater – Performance

Magdalena Saison 2018

Das Magdalena Project ist ein 1986 in Wales gegründetes internationales Netzwerk von und für Frauen in den Darstellenden Künsten. Ziel ist es, die Sichtbarkeit von Frauen in Theater und Performance zu erhöhen – mit Publikationen, Festivals und Veranstaltungen überall auf der Welt. Im Frühjahr 2018, genau 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland, veranstaltet Magdalena München Workshops, Performances, Vorträge und Diskussionen mit lokalen und internationalen Künstlerinnen.

 

Drei Performances aus Deutschland, Kolumbien und Neuseeland eröffneten am 2. Februar die Magdalena München Saison 2018:  Final Act von Martina Marini Misterioso, En-cantada (thread of songs) von Yamile Lanchas und Deborah Hunts unheimlich-faszinierende Adaption von Schneewittchen: Tale 53; Snowhite.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, die Villa Waldberta und das Ebenböckhaus, die Frauenstudien München, den Bezirksausschuss 9 (Neuhausen-Nymphenburg), den Migrationsbeirat München, das Goethe Institut und Käser Immobilien.

 

 

Las Otras Americanas

 

Wenn wir über Amerika sprechen, denken wir für gewöhnlich an die USA. Aber Amerika ist noch viel mehr – geographisch, kulturell, gesellschaftlich. Neben den Kolonialsprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch gibt es noch unzählige indigene Sprachen und Kulturen, die auch heute noch höchst lebendig sind. Las Otras – das sind die Anderen. Amerikanische Frauen, die sich von dem ihnen zugewiesenen Platz gelöst haben, die sich im Dazwischen bewegen: hier und dort.

 

Mit Performances, Dokumentarfilmen, Videoarbeiten und Diskussionen widmet sich die Veranstaltungsreihe Magdalena München 2018 diesen „Otras Americanas“.

 

 

 

Compagnie Zumaya Verde

Rosa, un retrato de América Latina

 

Mit Claudia Urrutia | Text und Regie: Cristián Soto | Bühne und Maske: Violette Graveline | Musik: Igor Quezada | Video: Michel Coste | Licht: Nicolas Masset

 

Rosa ist das Portrait einer lateinamerikanischen Frau, die gegen Unterdrückung und Ausbeutung aufbegehrt – poetisch und kraftvoll erzählt.

 

Sylvie Marchand

Continent Rouge

 

Sylvie Marchand erzählt von ihrer Kunsterfahrung in der Sierra Tarahumara in Mexiko und zeigt Videosequenzen aus ihrer multimedialen und multiethnischen Installation Continent Rouge.

 

VOZ LÁCTEA – Magdalena Tarahumara

 

Voz Láctea – Magdalena Tarahumara ist ein internationales Künstlerinnentreffen rund um Rarámuri als Muttersprache, das im Mai 2018 in Chihuahua / Mexiko stattfinden wird. Sylvie Marchand, Claudia Urrutia und Raquel Ro stellen das Projekt vor.

 

Cecilia Bolaños

Retazos de piel – Hautfetzen

 

Cecilia Bolaños vermischt in dieser sehr persönlichen Performance Episoden aus ihrem Leben mit der Geschichte einer mythischen weiblichen Figur der Conquista in Mexiko: Malinche.

 

Tapete Manifesto

Causando na Rua (Dokumentarfilm)

 

Causando na Rua ist eine Dokumentationsreihe, die eine Gruppe oder ein Kollektiv begleitet, welches die Straße als einen Raum für Kunst, Kreativität und Kommunikation sieht, als „artistic activism“. Die Folge Tapete Manifesto behandelt eine weitere brasilianische Tradition, die Morde an Frauen.

 

06.04. | 19 UhrRosa, un retrato de America latina /Continent RougeKarten 18 | 10 €

07.04. | 15 UhrTapete Manifesto: Causando na Rua (Dokumentarfilm) /Continent Rouge /VOZ LÁCTEA – Magdalena TarahumaraEintritt frei

07.04. | 20 UhrRetazos de piel – HautfetzenKarten 18 | 10 €

MAGDALENA TARAHUMARA

RETAZOS DE PIEL

ROSA, UN RETRATO DE AMÉRICA LATINA

CONTINENT ROUGE

Doppelvorstellung

 

Thaís MedeirosTriptico: Ossos, Batom
Vermelho e Hamlet
Gilla CremerMeeresrand

 

 

Thaís Medeiros

Triptico: Ossos, Batom Vermelho e Hamlet

 

Konzept und Performance: Thaís Medeiros | Klang und Video: Ivan Medeiros | Ausführende Produzenten: Ivan Medeiros und Thaís Medeiros | Produktionskoordination: Ulysses Sanchez | Musik: Devon Glover | Produktion und Umsetzung: Coletivo Galeria Gruta

 

Eine Performance und Installation, die sich poetisch mit existentiellen Themen wie Leben, Tod und Sein und Nicht-sein in unserer Zeit auseinandersetzt. Ein Stück, das von Shakespeares Charakteren Hamlet und Ophelia und von Gedichten und persönlichen Erfahrungen inspiriert ist. Es ist ein Performance-Experiment, das auf einen Dialog hinarbeitet, auf eine Verschränkung von theatraler Poesie und visueller Kunst.

 

Gilla Cremer

Meeresrand

 

Von Véronique Olmi

 

Mit Gilla Cremer und Patrick Cybinski | Übersetzung:  Renate Nentwig | Regie: Michael Heicks | Musikalische Leitung: Hennes Holz | Kostüm: Sandra Meurer | Dramaturgie: Michael Billenkamp

 

„Denn das Meer kann keine Enttäuschung sein. Das ist einfach nicht möglich. Das Meer ist für alle gleich!“ Eine Frau möchte mit ihren beiden Söhnen ans Meer – wenigstens einmal. Ohne jedes Pathos, sanft aber zwingend zugleich erzählt Véronique Olmi von der bestürzenden Not und Einsamkeit ihrer Protagonistin.

 

20.04. | 19.30 UhrDoppelvorstellungKarten 25 | 15 €

TRIPTICO © Renato Mangolin

MEERESRAND

Doppelvorstellung

 

Annie Abrahams |
Helen Varley Jamieson
Unaussprechbarlich
Jana KorbFrau Vladusch

 

 

Annie Abrahams | Helen Varley Jamieson

Unaussprechbarlich

 

Unaussprechbarlich untersucht die schmerzvolle, lustige und lebensverändernde Erfahrung, in einer Nicht-Muttersprache zu kommunizieren. Aufbauend auf Annie Abrahams Buch From Estranger to E-stranger entwickeln Annie Abrahams und Helen Varley Jamieson eine Performance über das Sprachenlernen und Leben in der Fremde.

 

Jana Korb

Frau Vladusch

 

Trapeztheater

 

Von und mit Jana Korb | Regie: Erica Ruhl | Dramaturgische Assistenz: Dieter Handler | Choreographische Assistenz: Anka Böttcher

 

Frau Vladusch lebt allein in ihrer Wohnküche, mit streng organisiertem Tagesablauf und vielen kleinen Alltagsritualen – alles einer starren Ordnung unterworfen, voller Angst vor dem Kontrollverlust. Artistische Tricks zerfließen zu einer Körpersprache, die den Schmerz sichtbar macht – und dennoch zum Lächeln zwingt.

 

21.04. | 19.30 UhrDoppelvorstellungKarten 25 | 15 €

UNAUSSPRECHBARLICH

FRAU VLADUSCH © Vojtech Brtnicky

The Hercules and Leo Case

Schwimmkunst erlernt in weniger als einer Stunde

 

 

Der Mensch stammt vom Frosch ab – dessen war sich Jean Pierre Brisset, fantasierender Linguist des vorletzten Jahrhunderts, sicher. Seine Schriften beeinflussten die Surrealisten und Dadas, die ihn zum „Denkerfürsten“ kürten. The Hercules and Leo Case nehmen Brisset beim Wort. Seine Studien zur fröschischen und französischen Sprache sowie seine Schwimmlehre bilden den Ausgangspunkt für ihren theatralen Remix in der Grenzzone von Natur und Kultur.

 

An diesem Abend zeigen außerdem Jill Greenhalgh und ihre Teilnehmerinnen die Ergebnisse des Workshops Daughter in Form einer performativen Installation.

 

22.04. | 19 UhrSchwimmkunst…Karten 18 | 10 €

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