Emre Akal

Frau F. hat immer noch Angst

© Emre Akal

Mit Julia Carina Wachsmann, Carina Werthmüller, Olaf Becker, Robert Naumann, Erkin Akal | Konzept, Regie, Text: Emre Akal | Dramaturgie: Kai Krösche | Bühne: Sina Gentsch | Kostüm und Maske: Bettina Kirmair | Sound, Komposition und Synchronisation: Greulix und Taison / Portmanteau | Stimmverrichterin: Ruth Geiersberger | Video: Kazim Akal | Licht und technische Leitung: Rainer Ludwig | Produktionsleitung: Rat&Tat Kulturbuero | Pressearbeit: Kathrin Schäfer KulturPR | Regieassistenz: Melanie Lyn | Bühnenbildassistenz: Steffi Zimmer | Maske und Kostümassistenz: Ji Hyung Nam

 

Alle haben Angst, noch immer. Angst vor dem sozialen Abstieg. Vor der Aberkennung hart erkämpfter (oder schon immer dagewesener) Privilegien. Vor dem Verschwinden der Sicherheit und vertrauter Werte. Vor Überfremdung und Identitätsverlust: Alle haben Angst.

 

In seinem neuesten Stück Frau F. hat immer noch Angst erzählt Regisseur und Autor Emre Akal eine Geschichte der Angst und jener Mechanismen, die Menschen dazu treiben, sich für Besitzstandswahrung und Orientierung in einer zunehmend komplexeren Welt zu radikalisieren und abzuschotten. Die Geschichte einer Kolonie, zusammengerottet an einem letzten friedlichen Ort: Dem Ort der Aufbewahrung der eigenen Kultur und Identität, fernab vom Fremden, fernab von der Angst. Ein zerbrechlicher Mikrokosmos der scheinbaren Sicherheit, der einen Schutz vor äußeren Einflüssen bietet. Die Welt draußen mag brennen, doch hinter verschlossenen Türen steht die Zeit still: Die Waffe Angst bewegt, lähmt und manipuliert die Massen.

Radikal bildgewaltig und musikalisch untersucht Frau F. hat immer noch Angst die Mechanismen gesellschaftlicher Umwälzungen unter dem Einfluss wiedererstarkender völkischer Diskurse: ein surreal-alptraumhafter Ausblick auf eine allzu denkbare nahe Zukunft.

 

Emre Akal lebt als Autor und Regisseur im Spannungsfeld zwischen München, Berlin und Istanbul. Mit seiner ersten Arbeit Die Schafspelzratten erhielt er 2012 eine Debütförderung der Stadt München. Es folgten drei Stipendien der Stadt München, ein Dramatikerstipendium am DiverCITYLAB in Wien und die Teilnahme am einjährigen Dramenlabor des Westfälischen Landestheaters. Seine Arbeiten waren unter anderem am Theater Rampe in Stuttgart, dem Werk X in Wien, dem Stadttheater Bakırköy, dem Tatavla Sahnesi in Istanbul, dem Kaltstart Theaterfestival in Hamburg, an den Münchner Kammerspielen und am Maxim Gorki Theater in Berlin zu sehen. Sein Stück Ostwind erhielt 2015 den Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg und gastierte 2016 an den Münchner Kammerspielen. 2016 entwickelte er mit Nurkan Erpulat das Stück Love it or leave it! am Maxim Gorki Theater Berlin und mit Hakan Savas Mican das Stück Die Eroberung des goldenen Apfels am Landestheater Niederösterreich. 2017 inszenierte er sein Projekt MUTTERLAND …stille mit Premiere am 23. November im HochX. Im Mai 2017 gewann er zusammen mit Rieke Süßkow für Heimat in Dosen den Jurypreis des Nachwuchswettbewerbs Theater Drachengasse in Wien, das im Januar 2018 zur Uraufführung kam.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und die Kulturstiftung der Stadtsparkasse München

 

 

15.01. | 20 UhrKarten 18 | 10 €

17.01. | 20 Uhr | Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch stattKarten 18 | 10 €

18.01. | 20 UhrKarten 18 | 10 €

19.01. | 20 UhrKarten 18 | 10 €

20.01. | 20 UhrKarten 18 | 10 €

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