Kein Ort, sondern ein Zustand
StandtKernBohrung #1 Schwabing

Ulrich Eisenhofer | Benno Heisel

 

mit Studierenden der Theaterakademie August Everding und der Otto Falckenberg Schule sowie Gästen

Konzeption, Leitung: Ulrich Eisenhofer, Benno Heisel | Dramaturgie: Katharina Forster

 

Kein Ort, sondern ein Zustand. StadtKernBohrung #1 Schwabing ist ein Spaziergang im öffentlichen Raum, der sich mit München als Kunst-Ort auseinandersetzt. Beim Streifen durch das Viertel begegnen die Zuschauer Fragen wie: Was bedeutete diese Stadt für ihre Kunst und diese Kunst für ihre Stadt? Was kann an welchem Ort entstehen und verschwinden? Und warum?

 

Schwabing, das Viertel, das wie kein anderes für kulturelle Hochphasen und Restriktionen der Stadt München steht, ist das Pflaster für die erste StadtKernBohrung. An drei Tagen findet jeweils ein anderer performativer Spaziergang statt.

 

Ruhestörung. Ein unhörbarer Krawall.

Bloch&Barz

Es ist der Abend des 20. Juni 1962 am Nachmittag des 07. Oktober 2016. Wir befinden uns auf dem Wedekindplatz in München-Schwabing. Jugendliche twisten zu unverstärkter Gitarrenmusik. Vielleicht war es ein Griesgram, zu dem der Schlaf nicht kommen wollte, der die Funkstreife alarmiert hatte.

Es ist der Prolog für die Schwabinger Krawalle, deren fünf Nächte sich wie die Akte eines Dramas verhalten, das die Münchner Geschichte geprägt hat. Bloch&Barz epilogisieren in einem audiovisuellen Spaziergang die Geschehnisse und fragen sich mit einer Gruppe von Zuschauern/Zuhörern, was von den Krawallen in Schwabing heute noch übrig ist.

Freitag | 07.10. | 14, 16 und 18 Uhr | Wedekindplatz

 

 

Schwabing Makeover

Miriam Fehlker, Julia Jordà Stoppelhaar, Jacqueline Reddington

Schwabing - Ein Stadtteil, ein Zustand, eine Tochter Münchens. Ein Abbild seiner Bewohnerinnen. Welche Frauen haben Schwabing geprägt? Wie erlebt die Schwabingerin heute ihren Alltag? Die Schwabingerin erfindet sich immer wieder neu:

Zur Jahrhundertwende lebte Franziska hier freigeistig und ungestüm; in den 50ern sang Gisela mit rauchiger Stimme anrüchige Chansons; heute sind in kürzesten Fußwegen Kinderbetreuung, Yoga und Beautyspa zu erreichen. Wir streifen durch die Straßen und entdecken die Weiblichkeit des Viertels zwischen Körperkultur und Heiligenkult, hauptsache der Terminkalender platzt nicht aus allen Nähten.

 

Samstag | 08.10. | 14, 16 und 18 Uhr | Nikolaiplatz

 

 

Ein Ikarus. Seien wir realistisch, wagen wir das Unmögliche

Moritz Hauthaler, Daria Cheremisinova, Sarah Ellersdorfer, Xaver Unterholzner, Mara Metzmacher

Ein Ikarus. Seien wir realistisch, wagen wir das unmögliche beschäftigt sich

im Rahmen des RODEO | TANZ- THEATERFESTIVALS | STADTKERNBOHRUNG

mit der Visualisierung geschichtlicher und kultureller Prozesse im

Stadtraum München-Schwabing.

In einem interaktiven Rundgang, bestehend aus Aktion, Schauspiel und Performance im

Sinne der Situationistischen Internationale, befassen wir uns mit der Frage -Wie unsere

Zukunft aussehen könnte, wenn es durch Schaffung von Situationen tatsächlich gelingt, die

Kunst als Kategorie abzuschaffen und als Lebensform im Alltag zu realisieren.

Dem Satz „Wissen ist Macht“, der das Zeitalter der Wissenschaft eingeleitet hat, wird der

Satz folgen „Gaudi ist Macht“, der das Zeitalter der Gaudi einleitet. Wir engagieren die

ganze Welt für unsere Gaudi!” (Gruppe SPUR, München 1961)

Sonntag | 09.10. | 12, 14 und 16 Uhr | vor der Erlöserkirche

 

 

Das Projekt, das zum Entdecken von geschichtlichen Spuren einlädt, ist Auftakt der Reihe StadtKernBohrung, die anhand von multimedialen Streifzügen die Geschichte kultureller Orte einzelner Stadtteile sondiert. Schichten aus Architektur, Erinnerung, Legenden, Bildern und Filmen treten dabei zutage: Ein Mosaik vieler einzelner Fragmente, die in Form von Spiel, Performance oder Erzählung vor Ort zusammengefügt werden und sich im Internet fortsetzen.

 

Wetterfeste Kleidung wird empfohlen.

 

Eine Kooperation von RODEO mit dem Studiengang Dramaturgie der Theaterakademie August Everding und der Otto Falckenberg Schule München.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

 

 

 

Fr 07.10. 14|16|18 Uhr StadtKernBohrung: RuhestörungTreffpunkt: Wedekindplatz

Sa 08.10. 14|16|18 Uhr StadtKernBohrung: Schwabinger MakeoverTreffpunkt: Nikolaiplatz

So 09.10. 12|14|16 Uhr StadtKernBohrung: Ein IkarusTreffpunkt: vor der Erlöserkirche

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Hier und dort

Initiativen zur Stärkung lokaler freier Szenen in Deutschland

 

Zusammen mit dem Bundesverband Freier Darstellender Künste e.V. und dem HochX Theater und Live Art lädt RODEO Akteurinnen und Akteure der Münchner Freien Szene zu einem informativen Austausch über Initiativen ein, die in anderen Bundesländern eine Verbesserung von Arbeitsmöglichkeiten freischaffender Künstlerinnen und Künstler erzielen konnten und die Sichtbarkeit der lokalen Freien Szene stärkten. Nach einer Begrüßung durch Wolfgang Hauck (Vorsitzender des Verbands Freie Darstellende Künste Bayern e.V.) und Janina Benduski (Vorsitzende des Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.) werden Andreas Lübbers (Leiter des OFF-Theaters Hamburger Sprechwerk) und Susanne Zaun (freie Regisseurin und Kulturschaffende) Impulsvorträge zu der Proben- und Arbeitsraum-Initiative Die  Wiese e.G. (Hamburg) und dem Probenzentrum Z (Frankfurt) halten. Nach Kaffee und Kuchen wird Ulrike Seybold (Geschäftsführerin des Landesverbands Freier Theater in Niedersachsen) über ihre Erfahrungen mit der Etablierung von Dachmarken für die Freie Szene berichten und Janina Benduski (hier als Vorstandsmitglied des LAFT - Landesverband Freie Darstellende Künste Berlin) wird Einblick in die Struktur und das Vorgehen der Koalition der Freien Szene Berlin aus Sicht der Freien Darstellenden Künste gewährt.

 

In Kooperation mit RODEO und dem Bundesverband Freier Darstellender Künste e.V.

 

 

 

Sa 08.10. 15 Uhr Hier und dort Diskurs
Probebühne Auenstraße 19
Eintritt frei 

Heimat…los!

Ceren Oran

 

Konzept, Choreographie, Tanz: Ceren Oran | Stimme, Electronics: Nihan Devecioğlu | Visuals: Funda Gül Özcan

Kostüme: Sigrid Wurzinger | Graphic Design: Christoph Gredler  | Premiere: 18.06.2015, i-camp/neues theater münchen

 

In Heimat…los! setzen sich Ceren Oran, Nihan Devecioglu und Funda Gül Özcan mit der Zerrissenheit zwischen ihrer alten und ihrer neuen Heimat auseinander. Die Performance beleuchtet, ausgehend von den persönlichen Auswanderungsgeschichten der Protagonistinnen, westliche Kulturen und unsichtbare Mauern. Wer entscheidet in der Festung Europa über legal und illegal? Wo ist Heimat jetzt?

Heimat…los! behandelt in drei Abschnitten, dass die Folgen von Emigration und Immigration zumeist erst im Laufe der Zeit erfahrbar werden. Das Dilemma des Lebens zwischen zwei Welten, der alten und der neuen Heimat, muss als permanenter Zustand und nicht als vorübergehende Erscheinung betrachtet werden. Denn: Nicht nur der Körper zieht um, sondern auch Verstand, Herz und Seele – im jeweils eigenen Rhythmus. In einem Raum aus Realtime-Projektionen und Sound sucht Ceren Oran in einer Choreographie zwischen Kampf und Sehnsucht, Unverständnis und Fragilität tanzend nach dem, was „wahre Heimat“ sein könnte.

 

In  Kooperation mit dem Tanzbüro München. Ermöglicht durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

 

 

 

Sa08.10.20.00 UhrHeimat...los! Ceren Oran

Bloom Up im Gespräch II

Diskurs

 

Samstag | 08. Oktober | 21:00 - 21:40 Uhr | HochX | Eintritt frei

 

RODEO hat in diesem Jahr im Rahmen von Bloom Up erstmalig Künstlerinnen und Künstler aus dem Ausland zu Gast. In zwei Gesprächen laden wir einige von ihnen ein, mit uns über die spezifische Situation der Freien Tanz- und Theaterszene in ihren jeweiligen Heimatländern zu sprechen.

 

Welche Bedeutung hat die Freie Szene in der Stadtgesellschaft von Budapest? Welche inhaltlichen und ästhetischen Schwerpunkte können aktuell in der Freien Theaterszene von Sofia festgemacht werden? Was für eine Infrastruktur, welche Arbeits- und Präsentationsräume, gibt es für freischaffende Künstlerinnen und Künstler in Barcelona? Auf was für eine Geschichte blicken die jeweiligen Freien Szenen zurück?

 

Am Samstag, den 08. Oktober befragt RODEO Ferran Dordal i Lalueza und Alexander Manuiloff, die ihr Konzept von The Telepethic Bar beim Festival weiterentwickeln.

Get to know Kassandra

Jessica Glause / Kleopatra Markou / Aleksadra Pavlović / Beatrix Simkó

 

In der Reihe Bloom Up finden Kooperationen zwischen Künstlerinnen und Künstlern sowie Institutionen aus München und dem Ausland statt, die in München jeweils eine Projektidee bearbeiten. Während einer 17-tägigen Residency-Zeit, die unmittelbar vor RODEO 2016 stattfindet, wohnen und arbeiten alle gemeinsam in der Stadt, diskutieren, experimentieren und pflanzen Impulse. Die Früchte dieser Arbeit können im Rahmen von RODEO betrachtet werden. Im HochX zeigen Jessica Glause, Kleopatra Markou, Aleksadra Pavlović und Beatrix Simkó das Ergebnis ihrer Gärtnerarbeit: Get to know Kassandra.

 

Apollon schenkte ihr die Sehergabe, nahm sie wider Willen und verfluchte sein Geschenk, weil sie sich gegen seine Lust auflehnte. Kassandra leistete Widerstand und stand für ihre eigene Wahrheit ein. Die Strafe dafür: Niemand sollte ihren Prophezeiungen jemals wieder Glauben schenken. Mit Kassandra als special guest gründen vier Künstlerinnen aus Athen, Belgrad, Budapest und München ein Recherchelabor, um einander kennenzulernen und eine gemeinsame Ästhetik zu entwickeln. Mehrsprachigkeit, dokumentarische Recherche sowie choreographische und performative Arbeitsweisen treffen aufeinander, und Frau-Sein wird über und mit Kassandra befragt. Zum Austausch über Selbstbestimmung, Sex und Ahnungen, die niemand glauben will, laden sie Frauen aller Generationen aus vier europäischen Stadtgesellschaften zum Gespräch.

 

Gefördert durch den Bezirk Oberbayern und mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts e.V., des Movein Studios Budapest und deephoto.hu

 

 

 

Sa 08.10. 22.00 Uhr Get to know KassandraGlause | Markou | Pavlović | Simkó

 

Bereits am Freitag, den 07. Oktober,  freut sich RODEO auf ein Gespräch mit Jessica Glause, Kleopatra Markou, Aleksandra Pavlovic und Beatrix Simkó, das Team des Bloom Ups Get to know Kassandra

Freitag | 07. Oktober | 21:00 - 21:40 Uhr | Muffatwerk | Eintritt frei