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Foto: Ana Mathias

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ALBUM kodex_feedbackMartín Lanz | Mario Lopes

Tanzperformance mit Aída Arely, Guinho Nascimento, Rubens Oliveira | Choreographie: Mario Lopes, Martín Lanz | Musik:

Denilson Olivera, Paulo Monarco, Dandara Modesto | Audio/Video: Victor Pardinho | Sound: Florian Tuercke | Produktion: Clara Holzheimer |  PR: Rat&Tat Kulturbüro

 

Sprache, Hautfarbe, Verhalten – Unsere Gesellschaften sind geprägt von unterschiedlichen Körpern, Normen und Verhaltensweisen. Die Gegensätze bergen Konfliktpotential. Wie reagieren unsere Gesellschaften auf neue, auf fremde Körper? Was entsteht aus der Begegnung mit dem anderen Körper? Wie orientiert sich der fremde Körper in neuem Umfeld und welche Koordinaten zwischen Bedrohung und Bereicherung benutzt er?

 

In ihrer choreographischen Arbeit ALBUM kodex_feedback erforschen Martín Lanz und Mario Lopes Auswirkungen auf den Körper in kulturell fremden Kontexten. Die Performance ist als Album mit zwei Seiten konzipiert: Seite A kodex reflektiert über unsere sozialen Verhaltenskodizes, physische Adaptationsprozesse und Momente der Konfrontation mit dem durch Sprache, Hautfarbe oder Verhalten als fremd wahrgenommenen Körper. Auf Seite B feedback werden die Körpererfahrungen technisch und klanglich reproduziert und es entsteht ein Dialog zwischen dem Echo von Seite A und den Körpern der Performerinnen und Performer.

 

In der anschließenden Diskussion tauschen sich Künstler, Experten und Publikum zum Thema Fremdkörper aus.

 

Eine Produktion der PlattformPLUS, entstanden während eines Stipendienaufenthalts 2016 im internationalen Künstlerhaus Villa Waldberta der Landeshauptstadt München. In Kooperation mit der Tanztendenz München e.V. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Institut, des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, Lusofonia e.V. und dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung. Der Tänzer Guinho Nascimento ist Artist-in-Residence im Ebenböckhaus der Landeshauptstadt München.

 

 

Do 18.05. | 20 UhrALBUM kodex_feedback Lanz | Lopes

Fr 19.05. | 20 UhrALBUM kodex_feedback Lanz | Lopes

Foto: Lara Carvalho

Movimento I, parado é suspeitoMario Lopes

Tanzperformance mit Denilson Oliveira, Lenna Bahule, Mario Lopes, Paulo Monarco | Choreographie: Mario Lopes | Konzeption: Denilson Oliveira und Mario Lopes | Video: Victor Pardinho | Produktion: Clara Holzheimer

 

Jährlich sterben in Brasilien rund 30.000 Jugendliche, die meisten durch den Einsatz von Schusswaffen. 77% davon sind Afro-

brasilianer. Ein in Brasilien viel gehörter Satz lautet „Negro parado é suspeito, negro correndo é ladrão“ („Ein Schwarzer, der steht, ist verdächtig; ein Schwarzer, der rennt, ist ein Dieb“). In der stigmatisierenden Redensart offenbaren sich die massiven rassistischen Vorurteile gegenüber der afrobrasilianischen Bevölkerung. Ausgangspunkt für das Stück des brasilianischen Choreographen Mario Lopes sind Elemente der afrikanischen Diaspora, darunter die Griots (Geschichtenerzähler), die in den Geschichtsbüchern verstummt sind, sowie die Polizeirazzien, bei denen grundsätzlich der Schwarze schuldig ist. Auch die Per-

kussion spielt eine zentrale Rolle. Sie fungiert als Körpererinnerung, mittels derer der Tänzer die Geschichte wieder und wieder erzählen kann. Ein Tanzstück, das dem Körper Stimme zu geben sucht und dem (Schlag-)Instrument einen Körper. Movimento I, parado é suspeito wurde 2014 im Teatro Crisantempo in São Paulo uraufgeführt und ist nun zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

 

Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion und ein Konzert der brasilianischen Sängerin Dandara im Foyer des HochX statt.

 

Eine Produktion der PlattformPLUS in Kooperation mit der Tanztendenz München e.V. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Institut, des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, Lusofonia e.V. und der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

 

Sa 20.05. | 20 UhrMovimento I Mario Lopes