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K.U.R.S.KLeopardenmorde

Konzept, Regie, Performance, Text: Timo Krstin | Performance, Text, Dramaturgie: Liliane Koch | Szenographie, Performance: Lukas Sander | Musik, Performance: Rosanna Zünd

 

In Leopardenmorde geht das Künstlerkollektiv K.U.R.S.K aus Zürich den Spuren kolonialer Vergangenheit in der eigenen Familie nach. Der Großvater von Timo Krstin war Sisal-Pflanzer und Abenteurer, der seine Erlebnisse in Deutsch-Ostafrika literarisch verarbeitete. Nach dem Scheitern dieses Roman-Projekts machte er im NS-Staat Karriere. Am Beispiel des nie veröffentlichten Buchs sucht K.U.R.S.K nach den Ursprüngen jenes Blicks, den wir heute auf „den Afrikaner“ werfen, wenn er etwa über das Mittelmeer zu „uns“ flüchten will. Aufgezeigt werden Kontinuitäten von der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika bis zum Rassismus in der Gegenwart. Schon im Roman ist die Vermischung von Politik und Ästhetik angelegt, die im Faschismus in einer Ästhetisierung der Politik mündet. Die Leopardenmorde zeichnen diesen Weg nach und fragen nach den Möglichkeiten politischer Kunst in der Gegenwart.

 

Die K.U.R.S.K ist ein Künstlerkollektiv aus Zürich, das in wechselnden Konstellationen Theater zwischen Aktivismus, Körperkult, Politik und Literatur auf die Bühnen bringt. Einzige Konstanten sind Timo Krstin (Regie), Lukas Sander (Bühne) und Liliane Koch (Dramaturgie). Ihre erste Produktion wurde beim Körber Studio für Junge Regie in Hamburg gezeigt. Seitdem entwickeln sie unterschiedlichste Formate: eine Besetzung des Cabaret Voltaire, Performances im öffentlichen Raum, gespielte Gedichte, nächtelange Ekstasen.

 

Eine Produktion von K.U.R.S.K. in Koproduktion mit Freischwimmer. Gefördert von Stadt Zürich Kultur und Kultur Kanton Zürich

 

Fr 07.04. | 20 UhrLeopardenmorde K.U.R.S.K

So 09.04. | 20.15 UhrLeopardenmorde K.U.R.S.K

 

«Freischwimmer» ist ein Festival für Theater, Performance und Live-Art. Es produziert Arbeiten junger Künstler*innen und bringt sie in Zürich, Berlin, Wien, Frankfurt und Düsseldorf zur Aufführung. Auf Anregung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München haben sich das HochX, das PATHOS München und die Münchner Kammerspiele zusammengetan, um die neunte Ausgabe dieser Plattform erstmals auch in München zu präsentieren. Fünf Tage lang sind insgesamt fünf Inszenierungen von The Agency, Anna Natt, ScriptedReality / Schmidt / Salasse / Meder / Krause / Bussmann / Aumüller, Veza María Fernández Ramos und K.U.R.S.K an fünf verschiedenen Spielstätten zu sehen. Nach dem Auftakt in diesem Jahr soll München feste Anlaufstelle des «Freischwimmer»-Festivals werden.

Das diesjährige Festivalmotto lautet «Family Affairs». Es geht um Familienangelegenheiten und ihren Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse: «Wir wollen alles, nur nicht so werden wie unsere Eltern. Obwohl wir fest davon überzeugt sind, aus der Geschichte gelernt zu haben, baden wir die Fehler vorheriger Generationen aus, um dabei am laufenden Band neue zu produzieren. Wie verhandelbar sind diese biografischen Aufträge und gesellschaftlichen Deals, die uns binden und in Beschlag nehmen? Wie lassen sie sich brechen, neu aushandeln oder auflösen? Was tun?»

 

Eine Kooperation zwischen den Münchner Kammerspielen, HochX und PATHOS München. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

«Freischwimmer» ist ein Festival produziert von Sophiensæle Berlin, FFT Düsseldorf, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, brut Wien und Gessnerallee Zürich. Gefördert von Stadt Zürich Kultur, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kulturabteilung der Stadt Wien, Kunststiftung NRW, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.